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Favoritensieg von Weltrekord-Mann Leonard Komon

Äthiopierin schaffte den Hattrick
Neue Teilnehmer- und Zuschauerrekorde.

Der erste große Sieg des Tages ging an eine Äthiopierin: Asmera-Work-Bekele Workeba gewann in 16:24,2 Minuten den "Lauf der Asse" der Frauen, der heuer erstmals getrennt von ihren männlichen Kollegen ausgetragen worden war. Workeba schaffte damit den ersehnten Hattrick, denn die 20-Jährige siegte bereits auch 2009 und 2010 in Peuerbach.  

KW3R0950neuDie starke Äthiopierin lief von Beginn des Rennens an in der Spitzengruppe, gemeinsam mit ihrer Landsfrau Fikre Kifle-Alem und der deutschen Top-Läuferin Irina Mikitenko. Die 23-jährige Kifle-Alem lief nur ganz knapp hinter (16:24,6 Minuten) Workeba über die Ziellinie, Dritte wurde Mikitenko (16:31 Minuten). Andrea Mayr, bis zur Halbzeit des Rennens den drei Erstplatzierten noch ganz knapp auf den Fersen, landete schließlich auf Rang 4 (16:46 Minuten). Fünfte wurde Denise Krebs aus Deutschland, auf Rang sechs landete Agatha Strausa aus Lettland. Sonja Stolic aus Serbien, die mit 15:55,71 Minuten seit 2002 hält, erreichte als Achte das Ziel.

Um 15.05 wurde mit dem Asselauf der Männer schließlich der Höhepunkt des Tages gestartet. Und der absolute Star des Rennens, Weltrekordhalter Leonard Komon aus Kenia, kam, sah und siegte: Der 23-jährige dominierte das 8 Runden dauernde Rennen von Beginn an. Gemeinsam mit seinem Landsmann und Trainingspartner Josphat Bett und den zwei Äthiopiern Zelalem-Bacha Regasa und Millyon Zewdie lief Komon die ersten drei Runden gemeinsam an der Spitze, danach setzten sich Komon und Zewdie allmählich weiter ab. Das innerafrikanische Duell zwischen Kenia und Äthiopien entschied schließlich Weltrekordmann Komon für sich, der die letzten zwei Runden allein an der Spitze lief und bis zur vorletzten Runde sogar noch sechs Sekunden unter dem Streckenrekord lag. In 18:51,0 Minuten verpasste er den Uralt-Rekord aus dem Jahr 1999 (18:46,09) jedoch knapp. Zweiter wurde Juniorenweltmeister Josphat Bett aus Kenia (18:58,1), auf Rang drei landete der Äthiopier Millyon Zewdie (18:59,5). Detail am Rande: Dem 22-jährigen Zewdie war erst zwei Tage vor dem Rennen noch ein Zahn gezogen worden, nachdem er kurz nach seiner Ankunft in Österreich von heftigen Schmerzen geplagt worden war.

Tosenden Applaus spendeten die euphorisch jubelnden Zuschauer jedoch nicht nur den Afrikanern, sondern nach jeder Runde auch Günther Weidlinger, als siebenfacher Silvesterlaufsieger schließlich immer noch der Publikumsliebling in Peuerbach. Weidlinger landete hinter dem Äthipier Zelalem-Bach Regasa (19:22,3 Minuten) auf Rang 5 (19:23,1 Minuten). Als zweitbester Österreicher lief Andreas Vojta als Siebenter über die Ziellinie, Christian Pflügl vom Veranstalterverein Sportunion IGLA long life wurde Zwölfter.

KW3R0518neuDas Nationenduell zwischen Österreich und Deutschland, das im Asselauf der Männer und Frauen ausgetragen worden war, ging mit 47 zu 48 Punkten denkbar knapp an Deutschland.

Gewertet wurden dafür jeweils die drei Schnellsten der beiden Nationen, deren Platzierungen als Punkte addiert wurden. Das Publikum feuerte die Athleten mit Fähnchen und Klopfschläuchen in den jeweiligen Nationalfarben lautstark an.

Für Stimmung sorgte heuer in Peuerbach "Traktor-Gangsta" Lukas Plöchl mit seinen drei Live-Auftritten ebenso wie die "Sauwald-Gardegirls" und eine Trommlergruppe.

Insgesamt waren in Peuerbach heuer 780 Teilnehmer laufend unterwegs, das bedeutet neuen Teilnehmerrekord. Das milde Wetter - das Rennen fand bei plus zwei Grad Celsius statt - lockte auch eine Rekordmenge an Zuschauern in das Peuerbacher Stadtzentrum, mehr als 10.000 sportbegeisterte Menschen machten die kleine Stadt im oberösterreichischen Hausruckviertel am letzten Tag des Jahres 2011 zum Mekka des Laufsport.

31.12.2011 16:48

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